Motor
 
Bei dem Motor handelt sich um einen Reihen-6-Zylinder mit 1971 ccm Hubraum. Bestückt ist dieser mit zwei BVF (Berliner Vergaser-Fabrik) IFA (TYP F323-1) oder Solex-Vergasern (TYP 32PB I mit Beschleunigungspumpe). Es handelt sich hierbei um Fallstromvergaser. Mit diesen bringt es der Motor auf 55 bzw. später auf 57 PS. Interessant an diesem Motor ist auch der Ölfilter. Die aus heutiger Sicht ungewöhnliche Konstruktion des Spaltfilters wird über das Kupplungspedal angetrieben. Im Filter befinden sich Bleche, an denen der Schmutz hängen bleibt. In der Mitte des Filters sind an einer Achse Messer befestigt, die in den Spalten zwischen den Blechen entlanglaufen und den Schmutz abschaben, welcher dann nach unten sinkt. Bei jeder Betätigung des Kupplungspedales wird über ein Gestänge und einen Ratschenmechanismus die Achse und damit die Messer etwas weiter bewegt. In regelmäßigen Abständen wird an der Unterseite des Filters eine Ablassschraube herausgedreht und der Schmutz abgelassen. Für die Kraftstoffförderung wird eine mechanische Membranpumpe eingesetzt.
 
 
Getriebe
 
Beim EMW 340 kommt weitgehend dasselbe Getriebe zum Einsatz wie auch schon beim BMW 326. Dieses hat vier Gänge, von denen der erste und zweite mit einem Freilauf ausgestattet sind. Im Gegensatz zum Getriebe des BMW 326 ist es nicht mehr über einen Schaltknüppel sondern über eine Lenkstockschaltung zu bedienen. Dazu wurden ein Gestänge und ein Seilzug bzw. Draht zwischengeschaltet. Allerdings riss der Draht öfters mal, weshalb manche Fahrzeuge wieder auf Knüppelschaltung umgerüstet wurden. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Kardanwelle auf die Hinterachse und somit auf die Hinterräder.
 
 
Kühlung und Heizung
 
Die Motorkühlung wird durch eine Wasserumlaufkühlung erledigt, wie es auch bei den meisten heutigen PKWs der Fall ist. Allerdings auch hier mit einigen Unterschieden. Um eine schnelle Erwärmung des Kühlwassers zu gewährleisten und eine spätere Überhitzung des Motors zu verhindern, muss der Fahrer selbst Hand anlegen. Dazu befindet sich vor dem Kühler eine Jalousie, die über ein Gestänge vom Armaturenbrett aus geöffnet oder geschlossen wird. Dadurch kann mehr oder weniger Kühlluft durch den Kühler strömen, wodurch die Betriebstemperatur des Motors erhöht oder verringert wird. Der Fahrer ist gehalten, diese mittels eines Fernthermometers im Armaturenbrett, möglichst bei 80 Grad Celsius zu halten.
Da es damals noch keinen Frostschutz gab, musste das Kühlwasser in den Wintermonaten bei Frost abgelassen werden. Wollte man dann mit dem Wagen fahren, musste erst warmes Wasser in den Motor eingefüllt werden und dieser mit der zum Wagen gehörenden Andrehkurbel durchgedreht werden. Diesen Vorgang musste man so oft wiederholen, bis der Motor einigermaßen aufgewärmt war. Auch nach längeren Standpausen des Fahrzeuges, d. h. wenn es mehrere Tage nicht benutzt wurde, sollte man den Motor erst ein paar mal mit der Kurbel durchdrehen, damit sich das Motoröl wieder im Motor verteilen konnte.
Eine Heizung hatte der BMW 340 noch nicht. Erst mit der Überarbeitung des Fahrzeuges und der Änderung der Typenbezeichnung in 340-2 wurde auch eine Heizung eingebaut. Auch hier war der Bedienkomfort noch nicht so weit, wie man es heute kennt: Um die Heizung einzuschalten, musste ersteinmal ein Absperrhahn im Motorraum aufgedreht werden. Reguliert wurde dann über das zuschaltbare elektrische Lüftergebläse und eine Regelklappe im Beifahrer-Fussraum.
 
 
Achsen, Federung und Lenkung
 
Vorne besteht die Achse aus einem Querträger, in den die Feder (Blattfeder) eingebaut ist. An ihr sind die beiden Räder über ein Drehgelenk montiert, sie übernimmt also auch die untere Radführung. Die obere Radführung übernimmt ein Lenkerarm, der auch als Stoßdämpferarm genutzt wird. Die Stoßdämpfer sind oben auf den Achskörper montiert. Es handelt sich hierbei um Hebeldämpfer. Bei diesen wird die Stoßbewegung vom Stoßdämpferarm auf eine Welle im Stoßdämpfer übertragen, an welcher ein Finger montiert ist. Dieser bewegt sich in einer mit Öl gefüllten Kammer im Dämpfer. Bei Bewegung drückt er das Öl auf der Seite, in die er sich bewegt, durch Kanäle weg. Das Öl fließt durch die Kanäle auf die andere Kammerseite, wobei die Flussmenge durch einstellbare Ventile begrenzt wird. Durch den entstehenden Druck wird eine Stoßdämpfung erreicht. Hinten ist eine Starrachse verbaut, die aus zwei gepressten und miteinander verschweißten Hälften besteht. In ihr sind auch das Differential und die Radantriebe untergebracht. In der Mitte wird sie noch durch einen Führungsarm geführt. Die Federung erfolgt über zwei in Fahrzeuglängsrichtung untergebrachte Torsionsstäbe. Diese sind jeweils durch einen am Fahrzeugboden verschraubten Stoßdämpfer geführt. Auch hierbei handelt es sich um Hebeldämpfer. Dessen Stoßdämpferarm dient gleichzeitig auch als Lenkerarm für die Hinterachse und übernimmt somit auch die Radführung. Zum Bewegungsausgleich ist ein Kugelgelenk zwischengeschaltet.
 
 
Aufbau
 
Die Karosserie ist eine selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit einigen Holzteilen, die hauptsächlich für die Befestigung der Innenverkleidungen gedacht sind. Lediglich der Dachausschnittt wird durch ein verkleidetes Holzstrebengerüst geschlossen, welches so aufgebaut ist (von oben nach unten):
  • Kunstlederbespannung
  • Drahtgeflecht
  • Holzgerüst
  • Innenhimmel
Die Front- und Heckscheibe sind jeweils geteilt, d. h. sie sind jeweils zweiteilig. Bei der Frontscheibe sollten ursprünglich Ausstellmechanismen verbaut werden, was allerdings nach offiziellen Unterlagen nicht in die Serienproduktion übernommen wurde. (Kommentar des Autors: Allerdings habe ich schon ein Fahrzeug und Bilder von zwei weiteren gesehen, welche diesen Mechanismus hatten. Ob dieser allerdings aus einem BMW 321 oder 326 in den EMW umgebaut, oder noch ab Werk montiert wurde, war nicht zu erfahren.) Nach den beiden hinteren Türen sind noch kleine Fenster montiert, die einen Ausstellmechanismus haben.
 
 
Innenausstattung
 
Bei den frühen Modellen sind vorne zwei Einzelsitze und hinten eine durchgehende Sitzbank mit einer herausklappbaren Armlehne verbaut. Bei den späteren Modellen ist vorne auch eine durchgehende Sitzbank verbaut worden und die Armlehne der hinteren Sitzbank ist gestrichen worden. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Wagen hauptsächlich für Polizei und Behörden sowie als Taxi zum Einsatz kam. Bei Export-Modellen wurde häufig ein Faltdach anstatt des mit Kunstleder geschlossenen Dachausschnittes verbaut. Ein Radio wurde nur als Sonderwunsch geliefert. Im Handschuhfachdeckel war eine mechanische Mehrtages-Uhr (d.h. sie lief mit einmaligem Aufziehen mehrere Tage) montiert
Quelle: wikipedia, http://de.wikipedia.org
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